GreenScheck Projekte
Praxisbeispiel aus dem GreenScheck-Programm
Mit dem GreenScheck fördert In|Die RegionWestfalen nachhaltige Innovationsprojekte in der Region. Das folgende Unternehmensprofil zeigt, wie Betriebe damit neue Wege für mehr Ressourceneffizienz, Klimaschutz und Zukunftsfähigkeit beschreiten.
Projekttitel
KI-gestützte Assistenzlösung
Antragsteller:
ELC Schulz GmbH,
Martener Str. 513, 44379 Dortmund
Kooperationspartner:
Bigskills GmbH & Co. KG,
Niedersachsenweg 10, 44143 Dortmund
Ausgangslage:
Unternehmen stehen zunehmend vor der Herausforderung, komplexe Arbeitsprozesse trotz Fachkräftemangel, steigender Qualitätsanforderungen und wachsendem Kostendruck effizient umzusetzen. Dabei entstehen häufig Informationsverluste zwischen Planung und praktischer Ausführung, die zu Fehlern, Nacharbeiten und Materialverschwendung führen können. Gleichzeitig gewinnen Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktoren immer stärker an Bedeutung. Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter sowie die Sicherung von Fachwissen verursachen zusätzliche Aufwände. Es besteht daher ein hoher Bedarf an digitalen Assistenzlösungen, die Wissen effizient bereitstellen, die Arbeitsqualität verbessern und Ressourcen schonen.
Branchenrelevanz:
Die Herausforderungen rund um Effizienz, Wissenstransfer und Qualitätssicherung sind längst keine Einzelprobleme einzelner Sektoren mehr – sie betreffen Unternehmen aller Größen und Branchen gleichermaßen. Es handelt sich nicht um ein branchenspezifisches Problem, sondern um eine gesamtwirtschaftliche Herausforderung, bei der Informationsverluste zwischen Planung und Ausführung, mangelnder Wissenstransfer und fehlende Standardisierung direkt auf Qualität, Kosten und Wettbewerbsfähigkeit einzahlen. Unternehmen, die hier frühzeitig systematische Lösungen etablieren, sichern sich einen messbaren Vorsprung.
Zielsetzung:
- Prozess- und Ressourcenoptimierung
- Entscheidungsgrundlage für Investitionen
- nachhaltige Prozessoptimierung
- Reduzierung der Umweltbelastung
Verfahrensschritte:
- Analyse der Ausgangssituation und Bedarfsermittlung
Wo stehen wir? Welche Prozesse, Wissenslücken und Engpässe sind kritisch? - Identifikation geeigneter Technologien
Welche Lösungen – AR, KI, digitale Assistenz – passen zu den identifizierten Bedarfen? - Konzeption einer digitalen Gesamtlösung
Wie greifen die Bausteine zusammen? Entwicklung eines integrierten Lösungskonzepts. - Machbarkeitsbewertung
Ist die Lösung technisch umsetzbar, wirtschaftlich sinnvoll und organisatorisch tragfähig?
Projektergebnisse:
XR- und KI-Technologien machen Einarbeitung, Schulung und Wissensvermittlung schneller, einheitlicher und sicherer. Neue Mitarbeitende können Arbeitsabläufe in einer virtuellen Umgebung üben, bevor sie an realen Maschinen eingesetzt werden – Fehler passieren dabei ohne reale Konsequenzen. KI-Assistenz beantwortet Fragen, passt Inhalte individuell an und begleitet den Lernfortschritt aktiv.
Prozesswissen, Sicherheitsvorgaben und Arbeitsanweisungen werden einheitlich bereitgestellt – unabhängig davon, wer schult oder wo. Das reduziert Qualitätsschwankungen und verkürzt die Einarbeitungszeit spürbar.
Sicherheitsrelevante Situationen und Notfallabläufe lassen sich realitätsnah trainieren, ohne Personen oder Anlagen zu gefährden. Gleichzeitig entfallen Reiseaufwände, gedruckte Unterlagen und physische Trainingsmaterialien – ein handfester Beitrag zu Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit.
Für die Umsetzung müssen Unternehmen keine komplett neuen Systeme entwickeln. VR-Brillen, Tablets und AR-Anwendungen sind heute marktreif und verfügbar. Empfehlenswert ist ein schrittweiser Einstieg: Ein Pilotprojekt in einem Unternehmensbereich reicht aus, um technische und organisatorische Anforderungen zu klären, bevor die Lösung ausgeweitet wird.
Wichtig dabei: Mitarbeitende frühzeitig einbinden und offen über Datenschutz kommunizieren. Das schafft Vertrauen und sichert die Akzeptanz – die entscheidende Voraussetzung dafür, dass die Technologie im Alltag wirklich funktioniert.
Transferpotenzial:
Bestehende Prozesse zuerst verstehen
Analysieren Sie Ihre aktuellen Schulungs- und Einarbeitungsprozesse: Wo entstehen Wissenslücken? Wo geht Zeit verloren? Eine ehrliche Bestandsaufnahme ist die Grundlage jeder sinnvollen Verbesserung.
Wissen systematisch sichern
Dokumentieren Sie Prozesswissen zentral und einheitlich – bevor es mit erfahrenen Mitarbeitenden das Unternehmen verlässt. Standardisierte Lerninhalte stellen sicher, dass Wissen dauerhaft verfügbar bleibt.
Klein anfangen – gezielt skalieren
Starten Sie mit einem Pilotprojekt in einem überschaubaren Bereich. So testen Sie neue Technologien unter realen Bedingungen, ohne das gesamte Unternehmen auf einmal umzustellen. Was funktioniert, lässt sich danach schrittweise ausweiten.
Vorhandene Technologien nutzen
Prüfen Sie, was bereits im Unternehmen vorhanden ist. Oft lassen sich bestehende Systeme erweitern oder effizienter einsetzen, bevor neue Investitionen notwendig werden.
Sicherheit und Datenschutz von Anfang an mitdenken
Integrieren Sie Datenschutzanforderungen bereits in der Planungsphase – nicht nachträglich. Digitale Trainings bieten zudem die Möglichkeit, sicherheitsrelevante Situationen risikolos zu üben.
Mitarbeitende einbinden
Neue Technologien funktionieren nur, wenn sie akzeptiert werden. Holen Sie Ihr Team frühzeitig ab, kommunizieren Sie offen und gestalten Sie die Einführung gemeinsam.
Nachhaltigkeit als Nebeneffekt
Digitale Lernformate reduzieren Reiseaufwände, Druckkosten und Materialverbrauch – ein wirtschaftlicher und ökologischer Gewinn zugleich.









